„Die besten Gesundheitsmaßnahmen sind die, die Stärkendes auch spüren lassen.“
Sebastian Kneipp
Kneipp-Verein Vogtland e.V.
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Aus dem Vereinsleben

Informatives und Unterhaltsames aus unserem Verein lesen Sie auf dieser Seite.
Letzte Kräuterwanderung in diesem Jahr
August 2022
Ein Beitrag von Heide-Marie Lonkowski

Trotz Hitze und Trockenheit empfing uns die Natur in diesem schönen Elstertal bei Weischlitz mit offenen Armen. Freigiebig bot sie uns späte Blüten, Früchte und Samen wie z. B. Blutweiderich, Weißdorn, Mädesüß, Ackerschachtelhalm und sogar den selten gewordenen Großen Wiesenknopf. Astrid Saga öffnete uns den Blick in ihre Besonderheiten und Heilkräfte. Die Teilnehmer, meist erfahrene Kräuterkenner, tauschten eigene Erfahrungen damit aus.

Und wieder überraschte uns Astrid mit einem kleinen Picknick mit selbstgebackenen Kürbismedaillons mit Basilikummandeln und einem Erfrischungsgetränk aus Mädesüß, Indianernessel, Minze und Oreganoblüten. Was für eine Gaumenfreude!

Heilkräuterwanderung im August
(2. August 2022)


Treffen der Kräuterfreunde: Schafgarbe
Juli 2022
Ein Beitrag von Heide-Marie Lonkowski

Fünfunddreißig Grad im Schatten. Jede Bewegung war schweißtreibend. Und doch gab es Enthusiasten, die sich aufrafften, um bei uns der Schafgarbe zu huldigen. Zehn an der Zahl.
Astrid Saga kredenzte zur Begrüßung eine erfrischende Mädesüß-Limonade.
Dann brühten wir Tee auf, den wir schluckweise tranken, während Heilpraktiker Günter Schröder Lobeshymnen über dieses altbewährte, vielseitige Kraut aus der Familie der Korbblütler - Achillea millefolium - anstimmte.

Was sagt uns denn der Name?
Achillea bezieht sich auf Achilles: Sohn einer griechischen Göttin und eines Menschenvaters. Um ihn unverletzbar zu machen, tauchte ihn seine Mutter als Knaben in den Fluss Styx, der Ober- und Unterwelt trennt. Dabei hielt sie ihn an der Fessel/ Ferse fest, die dadurch nicht vom Wasser benetzt wurde und seine einzige verwundbare Stelle blieb.
Aphrodite riet ihm, diese Stelle mit Schafgarbe zu behandeln.
Hat er ihren Rat befolgt? Leider nein, denn er wurde genau an dieser Stelle durch einen Pfeil des Paris tödlich getroffen.
Der zweite Namensteil - millefolium - bezieht sich auf die fein gefiederten Blätter.

Achillea millefolium (Schafgarbe)
  • ist ein Bitterkraut, wirkt heilend auf Verdauungsstörung und Appetitlosigkeit
  • enthält auch Gerbstoffe, ätherisches Öl, Flovonide, Mineralstoffe
  • schon im Altertum als Frauenheilkraut bekannt
  • wundheildend
  • Gewürz

Am Schluss verkosteten wir Heidis Sommerblütenpesto aus Johanniskraut, Ringelblume und Nachtkerze.

Treffen der Kräuterfreunde
(19. Juli 2022)


Barfußwanderung
Juni 2022
Ein Beitrag von Heide-Marie Lonkowski

In Zusammenarbeit mit dem Pfaffengut boten wir auch in diesem Jahr wieder zwei Barfußwanderungen an (10 und 18 Uhr).

Frau Groh, die Leiterin des Umwelt- und Naturschutzzentrums, übernahm in bewährter Weise die Führung. Zu Beginn erläuterte sie einiges Grundsätzliches zur Wirkung des Barfußlaufens (BL). Das, was mich besonders beeindruckt hat, war ihre Ansage: "BL fordert und fördert die Achtsamkeit für jeden Schritt". Achtsamkeit ist eine Tugend, eine erlernbare, z. B. eben auch durch Barfußlaufen, die uns hilft, unseren Alltag besser zu bewältigen, meine ich. Von dieser Seite habe ich das BL noch gar nicht betrachtet. Brigitte Simon, Organisatorin von unserem Verein, gab uns auch noch einige Tipps mit auf den Weg. Angsthasen durften natürlich ihre Schuhe mitnehmen, um sie bei Bedarf wieder anziehen zu können. Vorweggenommen: Es waren keine Angsthasen dabei.

Zwischen den einzelnen Stationen - Wald, Wiese, Barfußgang mit vielen unterschiedlichen Bodenbelägen und sogar Lehmschlamm am Teich, durch den einige Mutige wateten – beleuchtete Frau Groh die gesundheitliche Wirkung des BL näher, erklärte auch kurz die Fußreflexzonen, durch deren Reizung wir gerade unseren gesamten Körper aktivierten. Im Kräutergarten wies sie uns auf Pflanzen hin, die unseren Füßen gut tun wie Spitzwegerich, Beinwell oder Ringelblume. Dabei spazierten unsere Augen in der üppig blühenden Insektenwiese.

Am Schluss überraschte sie uns mit einer "süffigen" Holunderblüten- Gurken-Limonade.

Brigitte Simon hatte die unterschiedlichen Böden gezählt, die wir mit unseren Füßen erspürt haben: Es waren 24.

Diese Barfußwanderung war wieder ein ganz besonderes Erlebnis, das alle unsere Sinne angesprochen hat.

Barfußwanderung
(28. Juni 2022)


Heilkräuterwanderung im Juni
Juni 2022

Das schöne Wetter sorgte für rege Beteiligung. Unter Führung von Astrid Saga, unserer Kräuterpädagogin, besuchten wir den wunderbaren Kräutergarten des Pfaffengutes Plauen, bewunderten und bestaunten die gepflegte Anlage, wo Küchenkräuter und Blumen in bunter Harmonie alle unsere Sinne bezauberten. Ein Schlaraffenland für Schmetterlinge und Insekten. Sie erklärte Wirkstoffe und Anwendung verschiedener Kräuter und überraschte uns mit einer Kostprobe ihres Holunderblütengelees auf Blätterteig.

Begeisterung gab es auch am Schluss beim Besuch des Gesteinsgartens. "Man weiß gar nicht, welches Juwel da vor unserer Haustür ist", fasste Silvia Seidel die Begeisterung der Teilnehmer in Worte.

Heilkräuterwanderung im Juni
(7. Juni 2022)


Heilkräuterwanderung im Mai
Mai 2022

Zusammen mit dem Schlehenblüten- und Kirschblüten-schäumenden jungen Mai führte Kräuterpädagogin Astrid Saga 16 Kräuterinteressierte rund um den Neundorfer Wasserturm.

Sie zeigte, erklärte, informierte über Wirkstoffe und Anwendungen heimischer Wildpflanzen wie Spitzwegerich, Hirtentäschel, Weidenrinde, Giersch oder Löwenzahn. Aber auch andere Pflanzen am Wege lernten wir kennen wie Mittelwegerich, Steinbrech, Frühlingsfingerkraut.

Die informative Wanderung fand ihren Abschluss mit der Turmbesteigung des Neundorfer Wasserturms und einer eigens für die Runde greierte Köstlichkeit von Astrid: Löwenzahngelee auf Sahnejogurt und einer Kräuterlimonade.


Heilkräuterwanderung im Mai
(3. Mai 2022)


Arboretum (Baumpark) Plauen
Oktober 2021
Ein Beitrag von Heide-Marie Lonkowski

Im Oktober 2021 erlebten wir eine interessante Führung durch das Arboretum Plauen.
Herr Weisbach, Landschaftsarchitekt, Initiator und Förderer des Projektes, führte uns durch den ehemaligen Friedhof 2, der seit 2008 zu einem Baumpark umgestaltet wird. Unter Vorlage von alten Fotos und neuen Plänen erörterte er an Ort und Stelle das Vorhaben.

Wir waren nur eine kleine Gruppe, die sich von Petrus schlechter Laune, Drohgebärden und Regengüssen nicht abhalten ließ. Aber scheinbar überzeugte ihn unsere Unerschrockenheit, dass er nach kurzer Zeit den Wasserhahn zudrehte und selbst interessiert den Ausführungen Herrn Weisbachs lauschte.

Wir erfuhren viel Interessantes, sahen an und in der Kapelle was Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und großzügige Spenden schon geschaffen haben und wie viel von allem noch nötig ist, um dieses historische Gebäude wieder einem Publikum mit kulturellen Veranstaltungen zugängig zu machen.

An der Parkgestaltung selber wirken Schüler in Form von Projekten mit und engagierte Personen unterstützen die Pflege der alten denkmalgeschützten Grabstätten.

Mich persönlich bewegte auch, dass es ein Chamisso-Grabmal gibt. Bisher bin ich diesem Namen nur als Chamisso-Straße begegnet, völlig ahnungslos, wer oder was sich hinter dem Namen verbirgt. Herr Weisbach erklärte, dass Adelbert von Chamisso ein Naturforscher und Expetitionsreisender war, der im 19. Jahrhundert an Weltumseglungen unter russischer Leitung teilgenommen hatte. Viele Pflanzen wurden erstmalig von ihm beschrieben und einige auch nach ihm benannt. Eine solche, relativ unscheinbare Pflanze wuchs auch auf diesem Grab. Es sei sein Anliegen, weitere nach Chamisso benannte Pflanzen aufzuspüren und hier anzusiedeln, sozusagen im Rücken der Chamissostraße, erklärte Herr Weisbach. Das sei zwar schwierig, denn Chamissos Herbarien und Reiseaufzeichnungen wurden von der Akademie in St. Petersburg gekauft. Aber wer sucht, der findet.

Wir dürfen die Entwicklung des Arboretums gespannt verfolgen, denn auch ein Apothekergarten ist im Entstehen. Und die wunderbaren Bäume, alteingesessene und jung gepflanzte, einheimische und exotische, faszinieren zu jeder Jahreszeit, ja zu jeder Tageszeit in immer neuem Licht und neuen Farben.


Arboretum (Baumpark) Plauen
(12. Oktober 2021)


Durch Freude entwickelt man Widerstand
Botschaft von White Eagle (Hopi Indianer) zur Corona Weltlage

Dieser Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann als Portal oder Loch betrachtet werden. Die Entscheidung, in das Loch zu fallen oder durch das Portal zu schreiten, liegt bei euch. Wenn ihr das Problem bedauert und rund um die Uhr Nachrichten konsumiert, mit wenig Ener-gie, dauernd nervös und mit Pessimismus, werdet ihr in das Loch fallen. Aber wenn ihr diese Gelegenheit nutzt, um euch selbst zu betrachten, Leben und Tod zu überdenken, für euch und andere Sorge zu tragen, dann werdet ihr durch das Portal schreiten. Sorgt für euer Zuhause, sorgt für euren Körper. Verbindet euch mit eurer spirituellen Heimat. Wenn ihr euch um euch selbst kümmert, kümmert ihr euch auch um alles andere.

Verliert nicht die spirituelle Dimension dieser Krise aus den Augen. Nehmt die Perspektive eines Adlers ein, der von oben das Ganze sieht mit erweitertem Blick. Es liegt eine soziale Forderung in dieser Krise, aber auch eine spirituelle. Beide gehen Hand in Hand. Ohne die soziale Dimension fallen wir in Fanatismus. Aber ohne die spirituelle Dimension fallen wir in Pessimismus und Sinnlosigkeit.

Ihr wurdet darauf vorbereitet, durch diese Krise zu gehen. Nehmt euren Werkzeugkasten und verwendet alle Werkzeuge, die euch zur Verfügung stehen. Lernt Widerstand am Vorbild indianischer und afrikanischer Völker: Wir wurden und werden noch immer ausgerottet. Aber wir haben nie aufgehört, zu singen, zu tanzen, ein Feuer anzuzünden und Freude zu haben. Fühlt euch nicht schuldig, während dieser schwierigen Zeiten Glück zu empfinden. Es hilft überhaupt nicht, traurig und energielos zu sein. Es hilft, wenn jetzt gute Dinge aus dem Universum kommen. Durch Freude entwickelt man Widerstandskraft! Und wenn der Sturm vorübergezogen ist, wird jeder von euch sehr wichtig sein, um die neue Welt wieder aufzubauen.

Ihr müsst stark und in guter Verfassung sein. Und dafür gibt es keinen anderen Weg, als eine schöne, freud- und lichtvolle Schwingung aufrechtzuerhalten. Das hat nichts mit Entfremdung zu tun, sondern das ist eine Strategie des Widerstands.

Im Schamanismus gibt es einen Übergangsritus, der Visionssuche genannt wird. Man verbringt ein paar Tage allein im Wald, ohne Wasser, ohne Nahrung, ohne Schutz. Wenn man durch dieses Portal geht, bekommt man eine neue Sicht auf die Welt, weil man sich seinen Ängsten, seinen Schwierigkeiten gestellt hat… Das ist, was von euch verlangt wird.

Ihr solltet jetzt diese Zeit nutzen, um die Rituale für eure Visionssuche durchzuführen. Welche Welt möchtet ihr euch erschaffen? Für den Moment ist alles, was ihr tun könnt: Gelassenheit im Sturm bewahren. Beruhigt euch und betet. Täglich. Macht es euch zur Gewohnheit, dem Heiligen jeden Tag zu begegnen. Das Gute strahlt aus. Was ihr jetzt ausstrahlt, ist das Allerwichtigste.

Und singt, tanzt, entwickelt Widerstandskraft durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe.
Aus der Zeitung

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Ausgabe Nr. 43



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